Von Hamburg nach Wien — Geschichte & Floristik-Tipps
Vier Kerzen, Tannengrün, der Duft von Harz — für viele gehört der Adventkranz einfach zur Adventzeit. Und seine Geschichte ist jünger, als man denkt.
Die Geschichte des Adventkranzes
Als Ursprung des Adventkranzes gilt häufig ein Kranz aus dem Umfeld des Hamburger Theologen Johann Hinrich Wichern. In einem Kinderheim nutzte er einen großen Holzring mit mehreren Kerzen, um die Tage bis Weihnachten sichtbar zu zählen — kleine Kerzen für die Wochentage, größere für die Sonntage.
Aus diesem „Zählkranz" entwickelte sich im Lauf der Zeit die vereinfachte Form mit vier Kerzen — eine für jeden Adventssonntag. Der grüne Kranz aus Tanne und Co., wie wir ihn heute kennen, wurde im 20. Jahrhundert im deutschsprachigen Raum nach und nach in vielen Haushalten üblich.
In Österreich ist der Adventkranz heute in vielen Familien fixer Bestandteil der Adventzeit — ob traditionell mit Tannenzweigen oder modern mit Eukalyptus und Trockenblumen.
Symbolik des Adventkranzes
Jedes Element hat eine Bedeutung:
- Der Kreis: Steht oft für Ewigkeit und Zusammenhalt
- Das Tannengrün: Immergrün als Zeichen des Lebens in der dunkelsten Zeit des Jahres
- Die vier Kerzen: Das wachsende Licht — jede Woche eine Kerze mehr, bis Weihnachten
- Die Farben: Traditionell violett oder rot (liturgische Farben des Advents), heute oft auch weiß, gold oder natürlich
In der katholischen Tradition haben die vier Kerzen eigene Namen: Hoffnung, Frieden, Freude und Liebe — wobei die Zuordnung regional variiert.
Adventkranz-Stile in Wien
Klassisch
Tannenzweige (Nordmanntanne oder Nobilis), vier rote oder violette Kerzen, rote Beeren, goldene Kugeln, ein Satinband. Duftet nach Wald und Weihnachten. In Wien sehr verbreitet.
Modern-minimalistisch
Eukalyptus statt Tanne, weiße oder sandfarbene Kerzen, Trockenblumen, natürliche Zapfen. Kein Glitzer, keine Kugeln — Struktur und Textur stehen im Vordergrund. In Wien zunehmend häufig zu sehen.
Länglich statt rund
In den letzten Jahren sieht man auch häufiger: Der Adventkranz als längliches Gesteck auf einem Holztablett oder einem Metalltablett. Vier Kerzen in einer Reihe, dazwischen Moos, Zweige und Zapfen. Spart Platz und wirkt auf schmalen Esstischen besonders gut.
DIY-Kranz
Einige Wiener Floristen bieten im November Adventkranz-Workshops an, bei denen man seinen Kranz selbst binden kann. Rohling, Draht, Tannengrün und Deko werden gestellt — man geht mit einem fertigen, persönlichen Kranz nach Hause. Eine schöne Alternative zum Fertig-Kauf.
Tipp: Adventkränze mit echten Kerzen nie unbeaufsichtigt brennen lassen. Trockenblumen und Eukalyptus sind besonders leicht entzündlich. Alternative: LED-Kerzen, die heute täuschend echt aussehen und flackern.
Adventkranz frisch halten
Ein Adventkranz aus frischen Tannenzweigen kann bei guter Pflege oft bis Weihnachten schön bleiben. Hilfreich sind ein paar einfache Punkte:
- Nicht direkt über der Heizung aufstellen — die trockene Wärme beschleunigt das Austrocknen
- Regelmäßig leicht befeuchten — z.B. ab und zu mit Wasser besprühen
- Robustes Grün wählen — Mischgrün oder Sorten wie Nobilis nadeln oft langsamer als sehr weiche Tanne
- Wenn möglich kühl lagern — eine kühle Nacht am Balkon oder im Vorraum kann die Frische unterstützen
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Häufige Fragen zum Adventkranz
Als Ursprung wird häufig Johann Hinrich Wichern in Hamburg genannt. Er nutzte einen Holzkranz mit mehreren Kerzen als Zählhilfe bis Weihnachten; daraus entwickelte sich später die vereinfachte Form mit vier Kerzen.
In vielen katholischen Gemeinden gibt es die Tradition von drei violetten und einer rosa Kerze (für den dritten Advent, „Gaudete"). In Österreich sind rote Kerzen im Alltag ebenfalls sehr verbreitet. Modern sind auch weiße, goldene oder sandfarbene Kerzen.
Oft mehrere Wochen — je nach Grün, Raumtemperatur und Standort. Nicht zu warm stellen, gelegentlich leicht befeuchten und eher robustes Grün wählen. Wenn du ihn kühl lagern kannst, bleibt er meist länger frisch.