Gießen, Standort, Luftwurzeln & Vermehrung
Die Monstera ist die Instagram-Pflanze schlechthin. Aber hinter den fotogenen Blättern steckt eine Dschungelpflanze mit eigenen Regeln.
Die Monstera deliciosa — im Deutschen Fensterblatt genannt — hat in den letzten Jahren einen beispiellosen Hype erlebt. Ihr Blattmuster ziert Kissen, Tapeten, Handyhüllen und T-Shirts. Aber die echte Pflanze ist mehr als ein Designobjekt. In ihrer Heimat, den tropischen Regenwäldern Mittelamerikas, klettert sie an Bäumen bis zu 20 Meter hoch und bildet Blätter, die über einen Meter groß werden können.
In der Wiener Wohnung wird sie nicht ganz so groß — aber mit der richtigen Pflege kann eine Monstera auch hier beeindruckende Ausmaße erreichen. Die wichtigsten Basics zur Monstera Pflege — inklusive Luftwurzeln — kommen jetzt.
Kurzprofil: Monstera
Botanisch: Monstera deliciosa
Herkunft: Mexiko, Panama, Mittelamerika
Familie: Araceae (Aronstabgewächse)
Winterhart: Nein (min. 15°C)
Standort: Hell, keine direkte Sonne
Gießen: Mäßig, Erde antrocknen lassen
Wuchshöhe drinnen: 2 – 3 m
Schwierigkeit: einfach
Warum hat die Monstera Löcher?
Die charakteristischen Löcher und Schlitze in den Blättern — botanisch „Fenestration" genannt — sind kein Designzufall. Es gibt mehrere Theorien, warum die Monstera das macht. Die wahrscheinlichste: Die Löcher lassen Licht und Regen zu den unteren Blättern durch. Im dichten Regenwald, wo die Monstera am Waldboden startet und nach oben klettert, ist jeder Lichtstrahl kostbar.
Junge Monstera-Pflanzen haben noch keine Löcher — die Blätter sind herzförmig und geschlossen. Erst ab einer gewissen Größe und mit ausreichend Licht beginnt die Pflanze, gefensterte Blätter zu bilden. Wenn eine Monstera keine Löcher bekommt, steht sie zu dunkel.
Monstera gießen
Beim Monstera gießen gilt: Die obere Erdschicht (2–3 cm) sollte zwischen den Wassergaben antrocknen. Im Sommer etwa einmal pro Woche, im Winter alle zehn bis vierzehn Tage. Durchdringend gießen, überschüssiges Wasser aus dem Untersetzer wegschütten.
Die Monstera mag hohe Luftfeuchtigkeit — in beheizten Wohnungen im Winter regelmäßig besprühen oder einen Luftbefeuchter aufstellen. Braune Blattränder sind oft ein Zeichen für zu trockene Luft.
Tipp: Wenn die Monstera morgens Wassertropfen an den Blattspitzen hat (Guttation), ist das ein Zeichen, dass sie gut hydriert ist — kein Grund zur Sorge. Wenn es ständig passiert, gießt man etwas zu viel.
Monstera Standort
Der ideale Monstera Standort ist hell, aber ohne direkte Mittagssonne. Ein Ost- oder Westfenster ist perfekt. Direkte Sonne verbrennt die Blätter — man erkennt das an gelben oder braunen Flecken.
Zu dunkel darf es aber auch nicht sein. Im Schatten wächst die Monstera zwar weiter, bildet aber kleine Blätter ohne Löcher und lange, dünne Stiele (sie „sucht" das Licht). Eine Monstera, die große, gefensterte Blätter bildet, steht richtig.
Monstera Luftwurzeln
Die Monstera Luftwurzeln sind für viele Besitzer irritierend — braune, dicke Wurzeln, die aus dem Stamm wachsen und in alle Richtungen zeigen. Aber sie sind völlig normal und wichtig für die Pflanze. In der Natur nutzt die Monstera sie, um an Bäumen hochzuklettern und Feuchtigkeit aus der Luft aufzunehmen.
Was tun damit? Am besten: In die Erde leiten, wenn sie lang genug sind. Oder an einem Moosstab befestigen — das gibt der Pflanze Halt und die Luftwurzeln können Feuchtigkeit aufnehmen. Nicht abschneiden, es sei denn, sie stören wirklich — die Pflanze braucht sie.
Monstera vermehren
Monstera vermehren ist einfach und macht Spaß. Man schneidet einen Steckling mit mindestens einem Knoten (der kleine Höcker am Stiel, aus dem Luftwurzeln oder Blätter wachsen) und einem Blatt ab. Den Steckling in ein Glas mit Wasser stellen — nach zwei bis vier Wochen bilden sich Wurzeln. Sobald die Wurzeln 5–10 cm lang sind, in Erde einpflanzen.
Alternativ kann man den Steckling direkt in feuchte Erde stecken und mit einer Plastiktüte abdecken (Gewächshauseffekt). Das funktioniert auch, dauert aber etwas länger.
Hinweis: Monstera ist leicht giftig — alle Pflanzenteile enthalten Calciumoxalat, das Haut- und Schleimhautreizungen verursachen kann. Für Kinder und Haustiere (besonders Katzen) außer Reichweite aufstellen.
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Häufige Fragen zur Monstera
Zu wenig Licht oder die Pflanze ist noch zu jung. Junge Monstera-Blätter sind geschlossen. Erst ab einer gewissen Größe und mit ausreichend hellem Standort bilden sich die charakteristischen Löcher und Schlitze.
Häufigste Gründe: Übergießen (die Erde ist ständig nass), zu wenig Licht, oder natürliches Altern (die untersten, ältesten Blätter werden irgendwann gelb und fallen ab — das ist normal). Wenn mehrere Blätter gleichzeitig gelb werden, ist es meistens zu viel Wasser.
Nicht zwingend, aber empfehlenswert. In der Natur klettert die Monstera an Bäumen hoch. Ein Moosstab gibt ihr Halt und regt die Bildung größerer Blätter an. Ohne Stütze wächst sie eher buschig und breitet sich seitlich aus.
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