Geschichte, Bedeutung & österreichische Bräuche rund um den Namenstag
In Österreich gratuliert man nicht nur zum Geburtstag — in vielen Familien ist auch der Namenstag ein schöner Anlass für einen kleinen Gruß.
Was ist ein Namenstag?
Der Namenstag ist der Gedenktag eines Heiligen oder Seligen, dessen Name im Kirchenkalender geführt wird – oft jener Name, den man bei der Taufe erhalten hat. Heißt jemand „Anna", ist der Namenstag zum Beispiel am 26. Juli (Gedenktag der heiligen Anna). „Josef" wird meist am 19. März gefeiert (Josefitag).
Der Namenstag basiert auf dem Heiligenkalender der katholischen Kirche, in dem jedem Tag ein oder mehrere Heilige zugeordnet sind. Da Kinder in katholischen Familien traditionell nach Heiligen benannt wurden, hatte jeder automatisch einen Namenstag.
Die Geschichte des Namenstags
Die Tradition hat mittelalterliche Wurzeln. Mit dem wachsenden Heiligenkult wurden Gedenktage im Kalender wichtiger – und wer den Namen eines Heiligen trug, hatte damit automatisch einen persönlichen „Kalendertag".
In katholisch geprägten Regionen war der Namenstag lange eine alltagsnahe Orientierung, weil er im Kalender sichtbar war. Mit der Zeit gewann der Geburtstag in vielen Familien an Bedeutung – trotzdem ist der Namenstag in Österreich als kleiner Brauch bis heute präsent.
Wie stark der Namenstag gefeiert wird, hängt in Österreich sehr von Familie, Region und persönlicher Tradition ab. In Wien gibt es viele, die den Namenstag kennen – und manche, die ihn eher beiläufig mitnehmen.
Beliebte Namenstage in Österreich
- Josefitag (19. März): Ein bekannter Namenstag; in einigen Bundesländern ist er auch ein regionaler Feiertag
- Annatag (26. Juli): Gedenktag der heiligen Anna – in vielen Familien ein Anlass für Grüße
- Stefanitag (26. Dezember): Gedenktag des hl. Stephanus. In Österreich ein gesetzlicher Feiertag
- Leopolditag (15. November): Besonders in Wien und Niederösterreich bekannt; rund um Klosterneuburg gibt es oft Veranstaltungen
- Florianitag (4. Mai): Patron der Feuerwehr; vielerorts mit kirchlichen Feiern oder Festen verbunden
- Martinitag (11. November): Laternenumzüge und Martinigans – je nach Region unterschiedlich ausgeprägt
Blumen zum Namenstag
Zum Namenstag schenkt man traditionell etwas Kleines und Persönliches — ein Blumengruß passt sehr gut. Anders als beim Geburtstag muss es kein großer Strauß sein. Wenn du unsicher bist, hilft auch dieser Guide: Blumen als Geschenk. Passende Ideen:
- Einzelne Rose: Schlicht, elegant, persönlich — in der Lieblingsfarbe des Empfängers. Rosen
- Saisonaler Ministrauß: Ein kleiner Strauß mit ein paar Stielen der aktuellen Saison — klein, aber aufmerksam
- Topfpflanze: Eine blühende Topfpflanze (Alpenveilchen im Winter, Primel im Frühling) — hält länger als Schnittblumen
- Kräutertopf: Für die Küche — praktisch und persönlich
- Blume des Namenspatrons: Manche Heilige haben eine zugeordnete Blume — die Lilie für Maria, die Rose für die hl. Therese
Tipp: Der Namenstag ist ein schöner Anlass für eine spontane Aufmerksamkeit. Eine einzelne Blume mit einer kurzen Karte — „Alles Gute zum Namenstag!" — macht mehr Eindruck als man denkt. Besonders ältere Menschen freuen sich, dass jemand an diesen Tag denkt.
Namenstag vs. Geburtstag — ein österreichischer Vergleich
In Österreich hat sich ein interessantes Nebeneinander entwickelt:
- Geburtstag: Der „offizielle" Feiertag mit Party, Geschenken und Torte. International üblich
- Namenstag: Der „intime" Feiertag — eher im Familienkreis, mit kleinen Aufmerksamkeiten. In Österreich (vor allem katholisch geprägt) vielerorts noch bekannt
In manchen Büros wird zum Namenstag gratuliert — ein kurzes „Alles Gute zum Namenstag" unter Kollegen ist dann ganz selbstverständlich. In einigen Familien ist der Namenstag außerdem ein Fixpunkt im Kalender, in anderen spielt er kaum eine Rolle.
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Häufige Fragen zum Namenstag
Der Gedenktag des Heiligen, dessen Namen man bei der Taufe erhalten hat. Er basiert auf dem katholischen Heiligenkalender und wird in Österreich bis heute als persönlicher Feiertag begangen.
Ja, in vielen Familien – besonders dort, wo katholische Traditionen gepflegt werden. In Wien wird manchmal im Kollegenkreis oder in der Familie gratuliert. In einigen Bundesländern ist der Josefitag (19. März) außerdem ein regionaler Feiertag.
Am einfachsten im Kalender (gedruckt oder online) unter deinem Vornamen. Manche Namen tauchen an mehreren Tagen auf – dann wird oft jener Termin gefeiert, der in der Familie üblich ist oder der zum eigenen Namenspatron passt.
Eine einzelne Rose, ein kleiner Saisonstrauß oder eine blühende Topfpflanze. Es muss kein großes Geschenk sein — die Geste zählt. Besonders persönlich: die Blume des Namenspatrons, z.B. eine Lilie für Maria oder eine Rose für Therese.