Sukkulenten & Kakteen

Sukkulenten & Kakteen

Pflegeleicht, exotisch und überraschend vielfältig — warum sie so im Trend liegen

MO BLUMEN Redaktion · 10 Min. Lesezeit · Blumenporträt

Sukkulenten und Kakteen sind die Überlebenskünstler der Pflanzenwelt. Sie brauchen wenig Wasser, sehen spektakulär aus und verzeihen so manchen Pflegefehler. Kein Wunder, dass sie in Wiener Wohnungen und auf Instagram gleichermaßen boomen.


Was sind Sukkulenten eigentlich?

Der Begriff „Sukkulente" kommt vom lateinischen succulentus — „saftig". Sukkulenten sind Pflanzen, die Wasser in ihren Blättern, Stängeln oder Wurzeln speichern. Diese Fähigkeit macht sie extrem trockenheitsresistent und pflegeleicht.

Wichtig: Alle Kakteen sind Sukkulenten, aber nicht alle Sukkulenten sind Kakteen. Kakteen bilden eine eigene Familie (Cactaceae) mit typischen Stacheln und Areolen. Sukkulenten im weiteren Sinn umfassen über 60 Pflanzenfamilien — von Aloe Vera über Echeveria bis zum Geldbaum.

Die beliebtesten Sukkulenten-Arten

Echeveria

Die „Instagram-Sukkulente" schlechthin. Rosettenförmig, in Pastellfarben von Mintgrün über Rosé bis Lila. Es gibt Hunderte Sorten. Kompakt, dekorativ und perfekt für Arrangements. Braucht viel Licht.

Aloe Vera

Die wohl bekannteste Sukkulente — nicht nur hübsch, sondern auch nützlich. Das Gel in den Blättern hat kühlende und pflegende Eigenschaften für die Haut. Braucht einen sonnigen Standort und wenig Wasser. Mehr zur Aloe Vera Pflege.

Haworthia

Kleine, kompakte Rosetten mit oft durchscheinenden Blattspitzen — besonders die Haworthia cooperi sieht aus wie kleine Kristalle. Perfekt für Schreibtische und Fensterbänke. Verträgt auch Halbschatten.

Crassula (Geldbaum)

Der Geldbaum (Crassula ovata) ist eine der robustesten Zimmerpflanzen überhaupt. Dicke, runde Blätter an baumartigen Stämmen. Kann jahrzehntealt werden und blüht sogar gelegentlich weiß oder rosa. Gilt als Glücksbringer.

Sedum (Fetthenne)

Extrem pflegeleicht und vielseitig — als Zimmerpflanze, Bodendecker oder Dachbegrünung. Sedum morganianum („Affenschwanz") mit hängenden Trieben ist besonders beliebt in Ampeln.

Sansevieria (Bogenhanf)

Der „unzerstörbare" Klassiker. Aufrechte, schwertförmige Blätter in Grün mit gelbem oder silbernem Rand. Verträgt Schatten, Vernachlässigung und trockene Heizungsluft. Filtert laut Studien sogar Schadstoffe aus der Luft.

Sempervivum (Hauswurz)

Die winterharte Sukkulente für Garten und Balkon. Bildet dichte Rosetten-Polster und überlebt Frost, Hitze und Trockenheit. Perfekt für Steingärten und Dachbegrünung. In den Alpen auch heimisch.

Kakteen — die stachelige Verwandtschaft

Kakteen bilden eine eigene Familie mit über 1.700 Arten. Von der winzigen Mammillaria bis zum meterhohen Saguaro. Hier die beliebtesten Zimmerkakteen:

  • Mammillaria: Kugelrunde Minikakteen mit hübschen Blütenkränzen. Ideal für Anfänger.
  • Opuntia (Feigenkaktus): Die typischen „Ohren"-Kakteen. Können sehr groß werden.
  • Gymnocalycium: Kugelkakteen mit großen, bunten Blüten.
  • Weihnachtskaktus (Schlumbergera): Blüht im Winter in Rosa, Rot oder Weiß. Kein typischer Kaktus — braucht mehr Wasser als andere.
  • Euphorbia (Wolfsmilch): Sieht aus wie ein Kaktus, ist botanisch aber keiner. Vorsicht: milchiger Saft ist hautreizend.

Achtung: Viele Kakteen im Handel haben aufgeklebte Strohblumen auf den Stacheln — das sind keine echten Blüten! Diese Kunstblumen schaden der Pflanze nicht, aber man sollte sie irgendwann vorsichtig entfernen.

Sukkulenten & Kakteen pflegen — die goldenen Regeln

Licht

Die meisten Sukkulenten brauchen viel helles Licht — idealerweise ein Süd- oder Westfenster. Zu wenig Licht erkennt man daran, dass die Pflanze „vergeilt" — lang und dünn wächst, anstatt kompakt zu bleiben.

Gießen

Die Todesursache Nr. 1 bei Sukkulenten: zu viel Wasser. Die Faustregel:

  • Sommer: Alle 1–2 Wochen gießen, wenn die Erde komplett trocken ist.
  • Winter: Alle 3–4 Wochen — manche Kakteen brauchen im Winter gar kein Wasser.
  • Methode: Durchdringend gießen (bis Wasser unten rausläuft), dann komplett abtrocknen lassen. Nie im Untersetzer stehen lassen.

Finger-Test: Stecken Sie den Finger 2–3 cm tief in die Erde. Fühlt sich noch feucht an? Dann nicht gießen. Erst wenn die Erde komplett trocken ist, wird gegossen.

Erde

Normale Blumenerde ist zu nährstoffreich und speichert zu viel Wasser. Spezielle Kakteenerde oder eine Mischung aus Blumenerde + Sand/Perlite (50:50) ist ideal. Gute Drainage ist das Wichtigste.

Temperatur

Zimmertemperatur (18–25°C) ist perfekt. Im Winter mögen viele Kakteen eine kühle Ruhephase (10–15°C) — das fördert die Blütenbildung im Frühjahr.

Düngen

Sparsam. Kakteendünger (niedrig dosiert) alle 4–6 Wochen im Sommer. Im Winter nicht düngen.

Symbolik & Bedeutung

Sukkulenten haben in verschiedenen Kulturen interessante Bedeutungen:

  • Ausdauer & Stärke: Sie überleben die härtesten Bedingungen — ein Symbol für Widerstandsfähigkeit.
  • Ewige Liebe: In der Blumensprache stehen Sukkulenten für eine Liebe, die auch in schwierigen Zeiten Bestand hat.
  • Geldbaum = Wohlstand: In vielen Kulturen (besonders in Asien) gilt der Crassula als Glücksbringer für Reichtum.
  • Feng Shui: Stachelige Kakteen gelten im Feng Shui als ambivalent — sie schützen vor negativer Energie, sollten aber nicht ins Schlafzimmer.
  • Geschenk-Symbolik: Eine Sukkulente schenken heißt: „Unsere Beziehung ist stark und beständig."

Sukkulenten als Deko & Geschenk

Sukkulenten sind nicht nur Pflanzen — sie sind Lifestyle-Objekte:

  • Sukkulenten-Arrangements: Mehrere Sorten in einer Schale — ein lebendiges Kunstwerk. Perfekt als Tischdeko oder Geschenk.
  • Hängende Gärten: Sedum und Senecio in Hängeampeln — platzsparend und spektakulär.
  • Terrarien: Sukkulenten in Glasgefäßen — miniaturisierte Wüstenlandschaften.
  • Hochzeits-Deko: Sukkulenten als Boutonnière, Tischkarten-Halter oder als Alternative zu Schnittblumen — nachhaltig und lange haltbar.
  • Büro-Pflanzen: Sansevieria und Haworthia sind die perfekten Schreibtisch-Mitbewohner — wenig Pflege, kein Drama.

Sukkulenten & Pflanzen bei MO BLUMEN Wien

Zimmerpflanzen, Sukkulenten-Arrangements und Kakteen. Persönliche Beratung und Lieferung in Wien.

Häufige Fragen zu Sukkulenten & Kakteen

Im Sommer alle 1–2 Wochen, im Winter alle 3–4 Wochen. Wichtig: Erst gießen, wenn die Erde komplett trocken ist. Lieber zu wenig als zu viel — Übergießen ist der häufigste Fehler.

Absolut. Sukkulenten und Kakteen gehören zu den pflegeleichtesten Zimmerpflanzen. Besonders gut für Einsteiger: Sansevieria (Bogenhanf), Crassula (Geldbaum), Echeveria und Haworthia. Sie verzeihen vergessenes Gießen problemlos.

Die meisten Sukkulenten mögen helles Licht. Echeveria und Kakteen brauchen möglichst viel direkte Sonne. Haworthia und Sansevieria kommen auch mit Halbschatten zurecht. Zu wenig Licht erkennt man an langen, dünnen Trieben.

Ja, sehr einfach! Echeveria und Sedum lassen sich über Blattstecklinge vermehren: Blatt vorsichtig abdrehen, ein paar Tage antrocknen lassen, dann auf feuchte Erde legen. Nach wenigen Wochen bilden sich Wurzeln und eine neue Minirosette. Ableger (Kindel) bei Aloe und Haworthia einfach abtrennen und einpflanzen.

Einige sind unbedenklich (Echeveria, Haworthia, Sempervivum), andere können problematisch sein. Aloe Vera und Euphorbia (Wolfsmilch) sind für Katzen giftig. Beim Kauf am besten immer nachfragen oder die Pflanze außer Reichweite stellen.

Frische Pflanzen bei MO BLUMEN Wien

Sukkulenten, Zimmerpflanzen, Sträuße und mehr — persönlich beraten, schnell geliefert.

White phone icon on a green circle
Save our contact
+43 660 2214777
White circular design on a pink square background
MO Blumen Website
www.moblumen.com
Instagram logo with a colorful gradient background
Instagram
@moblumen